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Bevor in Tastrup eine Pflichtfeuerwehr gegründet wurde, bestand bereits ein funktionierender Brandschutz. Erstmals schriftlich erwähnt ist für Tastrup der Hufner W.Hahne, der am 17.06.1869 zum Brandaufseher ernannt wurde.
Der Gründung der Feuerwehr Tastrup lag eine Regierungs- und Polizeiverordnung betreffend das Feuerlöschwesen auf dem platten Lande vom 15.04.1889 zugrunde. Hiernach hatte jede Gemeinde eine Brandwehr zu errichten. Die Gemeinden hatten allerdings die Möglichkeit, einen gemeinsamen Löschverband zu betreiben. Da die Kommunen damals sehr viel kleiner waren als heute und es sehr oft Probleme gab, schlagkräftige Wehren zu bilden, wurde von dieser Möglichkeit recht häufig Gebrauch gemacht. Im damaligen Amtsbereich, zudem die Gemeinden Sünderup, Tarup, Jürgensgaard, Fruerlund, Engelsby, Twedt, Twedter Holz und Tastrup gehörten, bildeten sich zwei Löschverbände. Der Löschverband Engelsby und Sünderup-Tarup. Die Freiwilligen Wehren behielten allerdings auch durch den Löschverband ihre Eigenständigkeit.
Schon damals bildete Tastrup eine Ausnahme, blieb als eigenständige Wehr und trat nicht dem Löschverband Tarup-Sünderup bei. Der Wehrführer der Gemeinde wurde durch den Amtsvorsteher ernannt. Es war der Hufner H. Hinrichsen aus Tastrup.
Im gleichen Jahre wurde Flensburg Kreisfreie Stadt und die Landgemeinden bildeten den Landkreis Flensburg. Das hatte zur Folge, dass die Feuerwehrbezirke neu gegliedert werden mussten. Mitbegründer und erster Kreiswehrführer des Kreisfeuerwehrbezirkes wurde Oskar Struve der auch gleichzeitig Wehrführer der Wehr Tarup-Sünderup und Amtswehrführer war.
Festgelegte Einsatzbereiche und einheitliche Alarmierungssysteme gab es nicht und die Polizeiverordnung sah das auch nicht vor. Jede Wehr war zu Gemeindeübergreifenden Hilfe verpflichtet. So rückten die Einheiten zu jedem Feuer aus, unabhängig von den Gemeindegrenzen, über das sie Erkenntnis erhielten. Alarmiert wurde die Tastruper Wehr mittels eines Feuerhorns, mit dem ein Mitglied der Wehr durch das Dorf lief. Da die Ausrüstung mit Pferd und Wagen transportiert werden mussten und die Anfahrtswege für damalige Verhältnisse nicht unerheblich waren, konnte ein Abbrennen der betroffenen Gebäude in den seltensten Fällen verhindert werden. Bei einer Anfahrtszeit in das Nachbardorf von nicht selten einer Stunde, beschränkte sich der Einsatz oftmals auf das Schützen angrenzender Gebäude und auf das Ablöschen der Brandruine.
Am 11.07.1891 beschloss die Gemeindeversammlung, eine Feuerlöschspritze anzuschaffen. Gekauft wurde die Zubringerspritze Nr. 5 zum Preis von 650,00 Mark bei Heinrich Kurtz in Stuttgart. [mehr zur technischen Geschichte im Bereich technische Ausrüstung]
1907 kam es im Amt zu Unstimmigkeiten. Es wurde ein Antrag gestellt, den Amtsbrandmeister Lüders abzulösen, weil dieser zu allen Übungen oder Veranstaltungen betrunken erschien.
Zu Beginn des I. Weltkrieges ist es zu zahlreichen Auflösungen von Feuerwehren gekommen, da die Wehrführer und viele Mitglieder eingezogen wurden. Während des Krieges stellten Brandwehren den Brandschutz sicher. Auf Initiative von Kreisbrandmeister Paulsen, Niesgrau, begann um 1925 die Neugründung aller Wehren, die 1914 aufgelöst wurden. Die Neugründung einer Freiwilligen Feuerwehr in Tastrup ist am 25.04.1927 mit einem Zuschuss in Höhe von 200,00 RM an Gemeindevorsteher Otzen dokumentiert.
Von 1970 bis 1974 bildeten Teile von Adelbylund, Tastrup, Tarup und Sünderup die Großgemeinde Adelby. 1974 wurde die Gemeinde Adelby in die Stadt Flensburg eingemeindet. Als einziger eigenständiger Ortsteil blieb Tastrup übrig und gehört seit dem zum Amt Hürup.
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