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125 Jahre Tastrup 5

Ein großes Ereignis wirft seine Schatten voraus. Die freiwillige Feuerwehr Tastrup wird im kommenden Jahr 125 Jahre alt und das wird vom 02. Juli bis 04. Juli 2010 ausgiebig gefeiert.

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Tastrup wird erstmals 1423 in Schriften des Königreiches Dänemark erwähnt.Bis 1970 gehörte Tastrup als eigenständige Gemeinde dem Amt Adelby an. Von 1970 bis 1974 bildeten Teile von Adelbylund, Tastrup, Tarup und Sünderup die Großgemeinde Adelby. 1974 wurde die Gemeinde Adelby in die Stadt Flensburg eingemeindet. Als einziger Ortsteil blieb Tastrup über und gehört seit dem zum Amt Hürup. Es bestehen immernoch starke Bindungen zu den Flensburger Ortsteilen, die früher zur Gemeinde Adelby gehörten. So ist Tastrup nach wie vor in die Kirchengemeinde Adelby eingebunden und die Schulen sowie die Kindergärten in Tarup und Adelby werden von den Kindern besucht. Zudem bestehen auch Verbindungen zu den Freiwilligen Feuerwehr Tarup und Sünderup.

In der Vorgeschichte des Kreises Flensburg von Jacob Röschmann kann man lesen, dass in und um Tastrup etwa 30 Einzelfunde der Mittleren- und Jüngeren Steinzeit gemacht wurden. Es handelt sich um Flinbeile, Flintdolche, Flintspitzen z.B. und um 2 Goldmünzen im Torfmoor. Am Ortsrand des Dorfes wurde ein Grabhügel der Jüngeren Steinzeit registriert.Die Funde lassen darauf schließen, dass auch dieser Teil Angelns schon in der Steinzeit bewohnt war. Aus den Gäbern Angels wissen wir, dass Rind, Schaf, Schwein, Ziege und Hund die Haustiere der Jüngeren Steinzeit waren.

Ackerbau wurde nicht oder nur in allereinfachster Form betrieben. Noch um das Jahr 100 n.Chr. haben wir uns Angeln als stark bewaldetes, von Sümpfen und Gewässern durchzogenes Gebiet vorzustellen, wenig bebaut und schwach bevölkert. Mit dem Christentum machte auch der Ackerbau bedeutende Fortschritte. Hierzu trug in erster Linie die Klöster bei, die die Rodung der Wälder und vorbildlichen Ackerbau betrieben.

Zum Namen >>Tastrup<< schreibt der Lehrer J.C. Friedrichsen in seinem Buch “Ausdehnung, Bevölkerung und Einteilung Angeln”: “Ob endlich noch in einzelnen Namen heidnische Götternamen enthalten sind, ist zweifelhaft. Mit Sicherheit sind solche nur in den von der Natur geschaffenen Örtlichkeiten wie Berg, Holt, Lund nachzuweisen, schwerlich in Menschenwerken, zu denen Stedt, Thorp gehören. Den Namen des Gottes Thor glaubte man in Taarstedt, Torsballig, Tordschell, Torsberger Moor, Tastrup zu finden, doch können dieselben auch von den Personen Thori, Thord, Tosti und Thorsten abgeleitet werden”.

In der Bekannten Chronik von Pastor Jensen aus Gelting wird Tastrup im Zusammenhang mit der Abstimmung nach dem Ersten Weltkrieg erwähnt. Der Chronist schreibt, die Abstimmung in der zweiten Zone am 14. März 1920 sei im Gegensatz zu der ersten Zone gemeindeweise erfolgt, um danach auch etwaige kleine Teile bei günstigen Ausfall der Stimmen noch zu Dänemark ziehen zu können. In Angeln entfielen von den abgegebenen Stimmen 51.196 für Deutschland und 13.207 für Dänemark. In Tastrup stimmten 158 Bürger deutsch und 11 dänisch.

Im Tastrup-Led wird der Bahnhof, die Meierei und die Spar- und Darlenskasse erwähnt. Das Bahnhofsgebäude befindet sich heute in Gemeindebesitz und ist als Gaststätte verpachtet. Hier war die bahnstation der Kleinbahnstrecke Flensburg-Satrup. Diese Strecke wurde am 12. Dezember 1901 eröffnet. Die Meierei wurde 1934 durch den Reichsnährstand geschlossen, gegen den Willen der Tastruper. Die Spar- und Darlehnskasse des Dorfes (Gründung 1904) fusionierte später mit der Spar- und Darlehnskasse Freienwill.