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In Tastrup ist es eine Tradition, am Ostersamstag Osterfeuer anzuzünden. In den 70er bis zur Mitte der 80er Jahre wurde in Tastrup ein großes Osterfeuer veranstaltet. Dieses fand in einer ausgedienten Kiesgrube im Ortsteil Klein Tastrup statt und hatte ein Volksfest ähnlichen Charakter. Später wurden dann mehrere kleinere Osterfeuer veranstaltet. Meistens organisiert innerhalb der Nachbarschaften und von weit geringerem Ausmaß.
Seit Mitte der Neunziger Jahre gibt es in Tastrup wieder ein größeres Osterfeuer, bei dem sich jung und alt aus der Gemeinde und sogar aus den Nachbargemeinden treffen.
Für das leibliche Wohl sorgt jeder Teilnehmer selber, da die Tastruper aber ein geselliges, fröhliches und gastfreundliches Volk sind, werden auch Besucher mit beköstigt, die mit flüssiger und fester Nahrung "unterversorgt" sind. So drehen einige Flaschen Schnaps oder Punschkannen ihre Runden zwischen den "Osterfeuerteilnehmern" und sind in der Regel leer, wenn sie wieder zu ihrem Besitzer zurückgelangen.
Da die Gemeinde Tastrup reich an Knicks ist und diese regelmäßig gepflegt werden müssen, mangelt es auch nicht an Holz bzw. Buschwerk für das Osterfeuer. Die "Nahrung“ für das Osterfeuer ist so reichlich, dass während des Feuers, mit einem Frontlader sogar mehrmals nachgelegt werden kann, so das bis spät in die Nacht gefeiert werden kann.
Im Jahr 2005 ist das Osterfeuer buchstäblich ins Wasser gefallen. Am Ostersamstag regnete es so heftig, so dass das Osterfeuer verschoben werden mussten. Dieses Schicksal traf nicht nur das Tastruper Feuer. Auch in anderen Orten vielen die Osterfeuer der Wetterlage zum Opfer.
2003 mussten von der Feuerwehr besondere Maßnahmen zur Sicherung ergriffen werden. Da es viele Wochen schon nicht mehr geregnet hatte und die Umgebung ziemlich ausgetrocknet war, zudem auch noch Windstärken um 60-80 km/h am Ostersamstag herrschten, wurde lange beratschlagt, ob das Feuer nicht lieber ausfallen sollten. Eine Lösung war aber schnell gefunden. Es wurde ein Güllewagen mit einem Fassungsvermögen von 25.000 Liternmit Wasser befüllt und zur "Brandstellen" Sicherung bereitgestellt. Kleinere Feuer, die durch den Funkenflug entstanden, konnten wir damit gelöscht werden.
Historisch gesehen, entstammt die Tradition der heutigen Osterfeuer von den heidnischen Frühlingsfeuer. Um 750 n.Chr. wurde die Bedeutung des Osterfeuers auf Gott übertragen. Der Glauben ist das Osterlicht, Ausgangspunkt unseres Lebens. Das Feuer soll die Sonne darstellen, die mit ihrem Licht über die Dunkelheit des Winters siegt.
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