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Die meisten Brandopfer sterben durch Rauchvergiftung !
Noch immer sterben bundesweit jährlich mehr als 600 Menschen bei Haus- und Wohnungsbränden. 2/3 dieser Brände entstehen nachts, wenn die Bewohner schlafen. Dabei sterben die Brandopfer nicht durch die Flammen, sondern an den Folgen einer Rauchvergiftung. Diese Rauchtoten hatten im Schlaf keine Chance, weil dichter Rauch sich sekundenschnell ausbreitet und bereits wenige Atemzüge zum Tode führen können. Ein Rauchmelder warnt rechtzeitig – auch im Schlaf! Mit einem durchdringenden Alarmton verschafft das kleine Gerät die nötige Zeit um dem Feuer zu entkommen, die Feuerwehr zu rufen oder möglicherweise den Brand selbst zu löschen.
Informationen über Rauchmelder
1) Warum ist Rauch gefährlicher als Feuer? Brandrauch verbreitet sich viel schneller als Feuer. Bereits nach wenigen Sekunden kann Ihre Wohnung oder Ihr Zimmer so stark mit schwarzem Rauch gefüllt sein, dass Sie die Orientierung verlieren und in Lebensgefahr geraten. Denn Brandrauch enthält u.a. giftige Blausäure, Atemgifte, die zum Ersticken führen sowie Ammoniak und Schwefeldioxid mit ätzender Wirkung auf die Atemwege. Maximal zehn Meter können Sie ohne lebensgefährliche Schäden im giftigen Rauch zurücklegen. Nach zwei Minuten kann eine Rauchvergiftung bereits tödlich sein.
2) Wer weckt mich, wenn nachts ein Feuer ausbricht? In Deutschland 50% verlassen sich die Menschen darauf, dass sie von ihren Nachbarn benachrichtigt werden, ein Viertel vertraut auf ein wachsames Haustier. Tatsache ist, dass die meisten Brände nachts und unbemerkt entstehen. Da muss man sich die Frage stellen, wieso gerade der Nachbar einen Brand in ihrem Haus bemerken sollte, wenn sie diesen noch nicht mal selber bemerken? Ein Rauchmelder alarmiert Sie (auch nachts) — und gibt Ihnen und Ihrer Familie die Chance, das Haus oder die Wohnung rechtzeitig zu verlassen.
3) Wie funktioniert ein Rauchmelder? In Deutschland zulässige Rauchmelder funktionieren nach einem foto-elektronischen Prinzip. Diese Geräte haben eine Messkammer, in die feinst kalibrierte Lichtstrahlen ausgesendet werden. Sobald Rauchpartikel in die Messkammer eindringen, wird das Licht gebrochen und die Strahlen treffen auf eine Fotolinse. Dieser Kontakt führt zur sofortigen Auslösung der Alarmierung.
4) Wo sollten Rauchmelder installiert werden? Gemäß DIN 14676 müssen mindestens ein Rauchmelder in jedem Schlafraum und auf jedem Flur montiert werden, der zu einem Fluchtweg führt. Als optimaler Schutz wird ein Rauchmelder in jeder Gefahrenzone, also in jedem Wohn-, Schlaf- und Kinderzimmer empfohlen. Rauchmelder sollten grundsätzlich mittig unter die Zimmerdecke plaziert werden. Wichtig ist auch ein Rauchmelder im Keller und auf dem Dachboden, da hier sehr oft Brände, auch durch Brandstiftung, entstehen. In Küche und Badezimmer führen Wasserdämpfe leicht zu Fehlalarmen. Hier empfiehlt sich ggf. die Installation eines Wärmemelders, der nicht auf Rauch sondern auf ansteigende Temperaturen reagiert.
5) Wie montiere ich den Rauchmelder? Die batteriebetriebenen 9-V-Melder können mit den beiliegenden Schrauben und Dübeln von jedem sehr einfach in wenigen Minuten installiert werden (eine detaillierte Beschreibung befindet sich in der beiliegenden Gebrauchsanleitung). Netzbetriebene Rauchmelder sollten vom Fachmann installiert werden.
8) Kann man Rauchmelder miteinander verbinden? Es gibt batteriebetriebenen Rauchmelder, die per Funksignal unter einander verbunden sind. Löst ein Gerät in einem Zimmer den Alarm aus, so werden ebenfalls alle anderen Melder ausgelöst.
9) Wo können Rauchmelder erworben werden? Funktionsgeprüfte Geräte erhalten Sie im Fachhandel für Brandschutz- und Sicherheitstechnik (Tipp: siehe Gelbe Seiten, Stichwort Feuerlöscher). Bitte erkundigen Sie sich in den Fachabteilungen der Baumärkte und Warenhäuser nach geprüften und zertifizierten Markengeräten. Die Feuerwehr nennt ihnen gerne mehrere Händler in Ihrer Umgebung.
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